Main Uhrgroßfater hatte eine Eidexe

Schulklasse
Made by KI/Burks

Rechtschreibfehler werden in Schulen nicht mehr gezählt, sondern „qualitativ bewertet“. Lehrer urteilen also nur noch so: „Du scheiße schreiben.“

Und wenn die ganze Welt in Scherben fällt: Auf burks.de befleißigt man sich weiterhin des Genitivs, gebraucht das Semikolon und schreibt Archaeopteryx und Rhythmus korrekt.

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Die große Stille

The Enigma of Cosmic Silence

Bei Heise wird schon die Apokalypse beschworen: „KI als „großer Filter“? – Warnung vor existenzieller Gefahr für die Menschheit“. Das muss man sich mal näher ansehen.

Dass die Entwicklung von KI-Technik in die Entwicklung einer „Künstlichen Superintelligenz“ mündet, die biologische Zivilisationen zerstört, könnte eine Art Naturgesetz sein und erklären, warum wir bislang keine Außerirdischen entdeckt haben. Das jedenfalls meint der britische Astronom Michael Garrett, der das Jodrell Bank Centre for Astrophysics an der Universität Manchester leitet.

[Wenn man nach ihm sucht, findet man mehr Berichte – von Leonard David (04.04.2024) oder Mashable India: „Garrett’s study posits that the unchecked development of ASI could spell doom for civilisations, potentially leading to their extinction within a mere 200 years.“]

Die Überlegungen zur Artificial Superintelligence, die sich bildet und dann die Menschheit ausrottet, sind nicht von der Hand zu weise. Mich erinnert das aber an den „Unbesiegbaren“ von Stanislaw Lem (1964!). Dort besteht die Super-Intelligenz aus recht unintelligenten metallischen Fliegen, die sich nur bei Gefahr zusammenrotten und dabei im Kollektiv immer „klüger“ werden und alles, was nicht so ist wie sie, effektiv lahmlegen. Das heisst aber nicht, dass die „Fliegen“ auch Raumschiffe bauen und andere Planeten überfallen. Sie handeln nicht „logisch“ im Sinne des Homo sapiens.

Garrett nennt es eines der größten Rätsel der Astronomie, dass wir seit mehr als 60 Jahren keine Spur einer anderen technologischen Zivilisation entdeckt haben. Dabei sollten die nicht zu verhindern sein, wenn sich mögliche Außerirdische ähnlich entwickeln wie wir.

Wenn man sich die Evolution ansieht (und das mache ich jeden Tag auf der Arbeit), dann erscheint der Mensch als Produkt recht vieler Zufälle. Ich bin kein Biologie und kann das nicht richtig einschätzen. Ich habe also die Künstliche Intelligenz gebeten, das Thema kurz zusammenzufassen:

Einige Wissenschaftler argumentieren, dass das Massensterben der Dinosaurier vor etwa 66 Millionen Jahren den Weg für die evolutionäre Entwicklung der Säugetiere und letztendlich des Homo sapiens geebnet haben könnte. Durch das Verschwinden der Dinosaurier wurden ökologische Nischen frei, die von anderen Arten besetzt werden konnten. Dies könnte den Säugetieren, einschließlich unserer Vorfahren, die Möglichkeit gegeben haben, sich zu diversifizieren und sich in einer Welt zu entwickeln, die von größeren Raubtieren wie den Dinosauriern nicht mehr dominiert wurde.

Andere Forscher argumentieren jedoch, dass die Evolution ein komplexer Prozess ist und dass viele Faktoren die Entwicklung des Lebens beeinflussen. Es ist möglich, dass der Homo sapiens auch ohne das Massenaussterben der Dinosaurier aufgetaucht wäre, aber möglicherweise in einer anderen Form oder zu einem anderen Zeitpunkt.

The Enigma of Cosmic Silence

Erstere These macht uns einzigartig und zu einem Sonderfall im Universum. Die zweite Meinung impliziert aber auch, dass es eine Art teleologischen Prozess gebe, an deren vorläufigem Ende zwangsläufig der Mensch steht – und bei ähnlichen Voraussetzungen (Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel) müsste das auch auf anderen Planeten so sein.

Die Forderungen Garrets halte ich für Blödsinn. Wenn die Menschheit multiplanetar würde, wiederholte sie dort nur den Unfug, den sie schon auf der Erde angerichtet hat. Und Gesetze, die KI zu regulieren, werden sowieso umgangen, zuallererst von den Militärs.

Gleichzeitig gibt es auch verschiedene andere Erklärungsversuche dafür, dass wir bislang noch keine außerirdische Zivilisation entdeckt haben. So könnte die Menschheit einfach besonders früh dran sein oder andere Zivilisationen verhalten sich absichtlich ganz ruhig, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und sich dadurch in Gefahr zu bringen.

Das ist natürlich ein großartiger Stoff für Science-Fiction-Romane und Filme. Die „Anderen“ haben Angst vor uns und „verhalten sich ruhig“? Ein älterer Artikel favorisiert die erste Meinung: Die Menschheit ist womöglich ganz allein in der Milchstraße und bis wir Kontakt zu einer außerirdischen Zivilisation aufnehmen können, werden noch Hunderte Millionen Jahre vergehen. Das ist das Ergebnis einer Modellrechnung von vier britischen Wissenschaftlern, die nun zur Veröffentlichung im renommierten Astrophysical Journal angenommen wurde.

Das Thema ist also nicht neu, kann aber gut jedes Jahr in anderer Version wiederholt werden. Nichts Genaues weiß man nicht…

The Enigma of Cosmic Silence
Schreibe einen englischen Prompt, der ein Bild erzeugt, das metaphorisch beschreibt, warum es eines der größten Rätsel der Astronomie ist, dass wir seit mehr als 60 Jahren keine Spur einer anderen technologischen Zivilisation entdeckt haben, erwähne auch die sogenannte „große Stille“.

ChatGPT: Amidst the boundless expanse of the cosmos, an eerie silence pervades the cosmic tapestry, punctuated only by the faint whispers of distant stars. For over six decades, humanity has cast its gaze across the astral plains, probing the depths of space in search of a cosmic kinship. Yet, despite our relentless pursuit, the void echoes with a resounding absence, leaving astronomers perplexed in the shadow of the „Great Silence.“

In the image, envision a vast celestial canvas, where vibrant galaxies swirl like cosmic brushstrokes against the infinite backdrop of the universe. Amongst the stellar symphony, Earth stands as a solitary beacon of intelligent life, its radio signals reaching out like tendrils into the void. However, they dissipate into the abyss, met only by the deafening silence of the cosmos.

In the foreground, depict an observatory, its domes open wide to the heavens, a testament to humanity’s insatiable curiosity. Astronomers peer through telescopes, their eyes alight with wonder and anticipation, yet their expressions tinged with a hint of apprehension. Around them, intricate instruments hum with activity, tirelessly scanning the celestial expanse for any sign of extraterrestrial intelligence.

As the astronomers gaze into the starry abyss, their reflections shimmer against the polished surfaces of their equipment, mirroring the uncertainty that grips their minds. For despite their technological prowess and relentless dedication, the cosmic enigma persists, leaving them to ponder the tantalizing question: Why does the universe remain veiled in silence, concealing the existence of other technological civilizations?

In the distance, shrouded amidst the nebulous clouds of the Milky Way, lies a faint glimmer of hope —a distant star system harboring the potential for life. Yet, as humanity’s instruments strain to capture even the faintest whisper of communication, they are met only by the haunting echo of the „Great Silence,“ a reminder of the profound mystery that continues to elude us in the vast expanse of the cosmos.

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Panta rhei wieder

duscharmatur

Endlich ist sie dran. Eigentlich erst jetzt fiel mir auf, dass irgendein Premiumspezialexperte, vermutlich in den 70-er Jahren, die alte Armatur verkehrt herum eingebaut hatte, also den Ausgang für den Duschschlauch nach oben. Oder gibt es das auch als Feature und nicht als Bug? Und wozu?

Natürlich hatte ich wieder mit unvermuteten Komplikationen zu kämpfen, die mich zur Improvisation zwangen. Die alte Armatur leistet keinen Widerstand gegen meine pipe wrench, nur die Abdeckungen oder wie auch immer man das nennt, die direkt an den Kacheln sind, zickten herum dergestalt, das eine sich per Hand abschrauben ließ, die linke jedoch anscheinend mit der Wand verwachsen schien, sodass ich mich befleißigte, sie per brute force Rohrzangenattack abzureißen.

Darunter erschien – aus archäologischer Sicht interessant – die ursprüngliche Farbe der Kacheln, die ich das letzte Mal vor 15 Jahren dokumentiert hatte. Dunkelgrün mit Dunkelorange, eine Camouflage, mit der man auch als Soldat im Donbass im Kampf gegen die Bandera-Versteher nicht auffiele. Ich habe schnell noch ein paar Pinsel weiße Kachelfarbe aufgestrichen.

duscharmatur

Als ich dann die neuen Abdeckung befestigte, sah die Sache irgendwie komisch aus. Die Wasseranschlüsse ragten plötzlich zu weit aus der Wand heraus. Nachdem ich aber mein geistiges Potenzial voll ausgeschöpft hatte, begriff ich, dass die Abdeckungen der neuen Armaturen nur halb so hoch/dick waren wie die alten. Also kam eine alte wieder dran und links zwei der neuen übereinander, was nicht auffällt, aber natürlich Pfusch ist. Das missfällt mir als Perfektionist.

Panta rhei, wie der Heraklite sagt, und so soll es sein und bleiben.

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Bombenbauanleitungen, revisited

surveillance
Midjourney macht ganz großartige Bilder mit den Befehlen „online surveillance, remote access, computer, trojan horse“ oder nur „online surveillance, remote access, computer“. Hier ein Beispiel.

Oha, es hört nie auf. Sachsens Innenminister Schuster will Rechner „online durchsuchen“ – und kein Journalist lacht ihn deswegen einfach aus:
Schuster: Die Frage ist doch, ob mehr Polizisten auf analogem Weg dieselben Daten erheben zu können. Also den Postboten abzufangen, um zu wissen, was sich ein Terrorgefährder für den Bau einer Bombe liefern lässt, ist ziemlich naiv und gefährlich. Vor allem, wenn ich im Gegensatz dazu bei einer Onlinedurchsuchung auf seinem Rechner die Bauanleitung für die Bombe finden könnte.

Alle dämlichen Klischees beisammen.

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Montieren und Prüfen oder: Jagen und Fischen

robot

Die Chinesen setzen jetzt humaniode Roboter in Fabriken ein, berichtet Heise. Das war zu erwarten. „Humanoide Roboter haben durch ihre eingebaute Künstliche Intelligenz (KI) sowie ihre menschliche Form und damit flexible Einsatzmöglichkeit das Potenzial, für Menschen gefährliche Arbeitsvorgänge zu automatisieren…“ Nicht nur das. Die hier mitlesenden Ökonomien kennen den Begriff Taylorismus. Alle mechanischen Tätigkeiten im Produktionsprozess werden langfristig von Robotern übernommen werden können.

Roboter haben auch den Vorteil, dass sie nicht krank werden und auch keine Gewerkschaft gründen – ganz aus den feuchten Träumen des Kapitals entsprungen. Was sagen die Märkte?

robot

Es geht also nicht nur darum, dass sich die Produktivkräfte im Zhōngguó tèsè shèhuìzhǔyì in atemberaubendem Tempo weiterentwickeln, sondern auch darum, das variable Kapital aka Kosten der Ware Arbeitskraft preiswerter zu machen: „Zugleich sieht Yi in dem Einsatz humanoider Roboter eine Möglichkeit, die ansteigenden Arbeitskosten in der Automobilproduktion zu senken, um im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig zu sein.“

Frage: Was machen die Arbeiter, wenn sie nicht mehr arbeiten müssen?

robot
ChatGPT: Die Aussage „Im Kommunismus könne jeder jagen und fischen, wenn er Lust dazu habe“ wird oft fälschlicherweise Karl Marx zugeschrieben. Tatsächlich stammt sie nicht direkt von Marx selbst, sondern ist eher eine vereinfachte Interpretation oder eine paraphrasierte Version seiner Ideen.

Die KI lügt mir frech ins Gesicht: „…während in der kommunistischen Gesellschaft, wo Jeder nicht einen ausschließlichen Kreis der Tätigkeit hat, sondern sich in jedem beliebigen Zweige ausbilden kann, die Gesellschaft die allgemeine Produktion regelt und mir eben dadurch möglich macht, heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.“ (Karl Marx: Die Deutsche Ideologie – Feuerbach) Zum Glück kennt meine natürliche Intelligenz Marx besser.

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Süß, aber nicht zu süß

marmelade

Im Supermarkt meines Vertrauens gab es kiloweise Erdbeeren mit 30 Prozent Rabatt. Da konnte ich nicht widerstehen und musste zuschlagen. Der Geliertest der Marmelade war auch erfolgreich, wie man erkennen kann.

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San Cristóbal, revisitado

san cristobal de las casas

Hotel Baños Mercederos, San Cristóbal de las Casas, Mexiko, fotografiert in der ersten Novemberwoche 1981. Aus meinem Reisetagebuch:

Auf der Fahrt nach Cristóbal sprechen wir mit einem der beiden Busfahrer, der die Andersartigkeit der europäischen Männer aus dem Temperament (Spontaneität) herleitet. Wir sehen leider den letzten Teil zwischen Tuxtla Gutiérrez und an Cristóbal nicht [weil es Nacht war]. Dafür ist das Hotel Baños Mercederos billig (50 Pesos), und es gibt ein türkisches Ban inklusive Dampfbad, was wir am Morgen ausnutzen. Dafür schüttet es den ganzen Tag, und wir kriegen die nassen Sachen schlecht trocken.

Im Hotel jede Menge Truthähne und -hühner, die morgens mit einem unbeschreiblichen Glucksen die Gäste wecken. Zwei Kanadier sind schon Wochen hier, ein Engländer und noch drei Deutsche und jede Menge Schweizer.

Der Markt übertrifft an Farben und Trachten noch den von Oaxaca. [Notiz: Mir fällt gerade auf, dass ich gar keine Fotos vom Markt in Oaxaca habe. Vermutlich stammen einige, die ich weder Pátzcuaro noch Cristóbal eindeutig zuordnen kann, von dort, also auch das Foro der Carniceria. Es gibt fpünf oder sechs verschiedene [Trachten], von einem ganz schwarzen Kleid mit buntem Gürtel über weiße, bunt bestickte Blusen bis rotbunten Röcken. Die unverheirateten Männer einer Gruppe tragen keine Bänder am Hut. Die Leute sind viel schöner und freundlicher als die Mestizen. [Dürfte man heute nicht mehr schreiben.]

Alle Straßen rund um den Markt sind voller Indianer [sic], die aber Gringos offenbar schon gewohnt sind, jedenfalls achten sie weniger auf uns als in Oaxaca. [Man sollte der Tatsache eingedenk sein, dass es damals sehr viel weniger Touristen in Mexiko gab.] Die Häuser haben oft einen ähnlichen Anstrich wie in Pátzcuaro, mit überhängenden Holzdächern.

Wir hören viele Gerüchte [no hubo Internet!]: In Palenque soll es schütten, und die Straße nach Chetumal soll unpassierbar sein…

san cristobal de las casas
South America Handbook, 60th edition 1983, Seite 1059. Das Hotel gibt es offenbar nicht mehr.

Was könnte der Hotelname Mercederos im Spanischen bedeuten?
ChatGPT: Der Hotelname „Mercederos“ im Spanischen könnte sich auf „Mercedarios“ beziehen, was „Mercedarians“ auf Englisch bedeutet. Die Mercedarios oder Mercedarier sind Mitglieder des katholischen Ordens von der Barmherzigkeit der Jungfrau Maria, der im 13. Jahrhundert gegründet wurde. Der Name „Mercederos“ könnte auch eine Variation oder eine abgeleitete Form des Wortes sein, die auf andere Aspekte oder Bedeutungen verweist. Ohne weitere Kontextinformationen ist es jedoch schwer, die genaue Bedeutung zu bestimmen.

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Yellowstone

yellowstone

Über die Netflix-Serie Yellowstone sind schon Fatastillarden von Rezensionen geschrieben worden. Ich schaue sie mit großem Vergnügen an, vor allem wegen der urgewaltig aufspielenden Kelly Reilly, die „MILF“ ganz neu definiert. Ihre Dialoge mit Kerlen hauen einem vom Stuhl, jedes Wort ein Treffer im Gemächt sozusagen. Auch alle anderen Darsteller sind hervorragend. Mittlerweile ist wie bei „Games of Thrones“, „Avatar“ oder „Krieg der Sterne“ ein Franchise-Universum entstanden.

[Ganz unter uns: Hätte ich die Wahl, ich würde aber eher Wendy Moniz zu einem Date einladen. Die Moniz spielt die Gouverneurin Lynelle Perry und ist in der Serie die Geliebte Kevin Costners. (Ist die etwa Single?) Fast noch hübscher ist Avery, verkörpert durch Tanaya Beatty, aber die könnte meine Enkelin sein – also kein Date.]

Was fehlt, ist eine Rezension aus marxistischer Sicht, die der Ökonomie auf den Grund geht: Was läuft da ab – natürlich Kapitalismus-affin, und welche Botschaft will man uns unterjubeln?

Ganz klar: Ranch und Familie sind die Guten. Die Bösen werden durch diverse Finanzkapitalisten verkörpert, die die Natur ruinieren und Golfplätze, Casinos, Flughäfen und Städte bauen wollen. Also ähnlich romantisch-reaktionärer „Antikapitalismus“ wie „Der mit dem Wolf tanzt“, die Pfadfinder und die Wandervogelbewegung.

yellowstone

Der Zwang, den Profit zu maximieren und damit auch auf „die Natur“ keine Rücksicht zu nehmen, ist bekanntlich kein Charaktermerkmal oder Ausfluss bösen Wollens, sondern systemimmanent und produziert als Protagonisten Charaktermasken.

Die Charaktermaske Der Held (John Dutton) ist ein Großkapitalist der Rinderzucht. Treten also unterschiedliche Fraktionen des Kapitals gegeneinander an wie in der Weimarer Republik?

Ich halte den Indianerkrempel in „Yellowstone“ für bloße Dekoration und überflüssig und nur für einen Tribut an Wokistan. Die Plot könnte auch unter Negern in Afrika spielen. Natürlich macht es die Handlung interessanter, wenn sie in der Nähe eines Reservats spielt und die Ureinwohner zwischen den Fronten lavieren müssen, als säßen alle in Hochhäusern und in Anwaltsbüros. Nicht zufällig ist eine der indianischen Heldinnen woke (Monica Dutton) bis auf die Knochen, lehrt an der Uni eine Art Antikolonialismus und möchte, dass ihr Sohn keine bösen Wörter sagt. Spielte der Film in Deutschland, würde sie noch Lastenfahrrad fahren und das Klima retten wollen. Ein Klischee nach dem anderen und vor Kitsch triefend.

Merke: Wenn Indianerinnen in einem Hollywood-Film eine wichtige Rolle spielen, sind sie immer bildhübsch und mit „Weißen“ zusammen oder haben Affären mit ihnen – wie auch schon bei Jessica Matten in Frontier. (Kann die ihre Website nicht mehr bezahlen?)

yellowstone

Meine These: „Yellowstone“ will uns einen ökologischen und „nachhaltigen“ Kapitalismus verkaufen, kostümiert das aber mit Trump-Wählern oder Leuten, wie sich städtische Mittelschichten Trump-Wähler vom Land vorstellen: Männer prügeln sich eher, als dass sie sich verklagen, man ist loyal gegenüber dem lokalen „Herrscher“, man hat Familie oder adoptiert Waisenkinder.

Hey Leute: Warum begehren die Cowboys aka Landarbeiter nicht auf und machen aus der Ranch eine Genossenschaft? Hat es da schon jemals in einem Film gegeben? Nicht in Hollywood. Dort stellt man nicht die Klassenfrage. Wo kämen wir denn da hin!

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Institut

institut

Ich frage mich, ob die Nachgeborenen und Einwanderer so eine Schrift überhaupt lesen können?

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RAL 5010, nachher

ral 5010

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1984: Jeder Bürger ruft laut „Alarm“

alarm

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Die Gedanken sind frei, perspektivisch

Troubador

Diu bant mac nieman vinden,
diu mîne gedanke binden.
man vâhet wîp unde man,
gedanke niemen gevâhen kan.
(Freidank, 1229, nach 800 Jahren wieder mal aktuell in Deutschland)

Man muss immer wieder daran erinnern, dass die „künstliche Intelligenz“ nicht wirklich intelligent ist, sondern keinen blassen Schimmer hat, was sie erzeugt, wenn es um Bilder geht. Ich befahl ChatGPT: Schreibe einen Englischen Prompt, der einen Sänger des 12. Jahrhunderts im Stil des frühen Mittelalters beschreibt. Ich vermutete, dass die KI mit „Feudalismus“ weniger würde anfangen können als mit „Mittelalter“, obwohl die Begriffe keine Synonyme sind.

ChatGPT: Title: Bard’s Tale: A 12th Century Troubadour
In the midst of medieval kingdoms and echoing halls, there resides a troubadour whose melodies weave tales of valor and love. Born of a time when minstrels roamed the land, this singer of antiquity carries the spirit of the 12th century within his very soul.
Imagine a figure draped in robes of rich velvet, adorned with intricate patterns that tell the stories of distant lands and noble deeds. His voice, resonant yet ethereal, carries through the air like a whisper from ages past. With every strum of his lute or pluck of his harp, he conjures melodies that transport listeners to a world of chivalry and romance.

Troubador

In the court of kings or amongst the common folk, he is revered as a keeper of tradition, a custodian of oral history. His verses speak of courtly love, of knights in shining armor, and of maidens fair as the morning dew. Through his songs, he preserves the lore of bygone eras, ensuring that the tales of old are never forgotten.
Yet, beneath the surface of his poetic facade lies a heart burdened by the weight of time. For in an age of turmoil and uncertainty, the troubadour’s songs serve not only as entertainment but also as a beacon of hope amidst the darkness. Through his artistry, he seeks to inspire courage and resilience in a world plagued by strife and upheaval.
So, let us raise our goblets and toast to this troubadour of yore, whose melodies echo through the annals of time, resonating with the timeless essence of the early Middle Ages.

Das ist alles sehr schön, aber ähnelt überhaupt nicht den Bildern, die man aus der Zeit kennt. Das wird anders und „besser“, wenn man zum Beispiel ein Gemälde Walther von der Vogelweides aus dem Codex Manesse hochlädt. Die KI hat offenbar Probleme, den Stil des 12. Jahrhunderts identifizieren und nachzuahmen.

Bei Wikipedia findet man unter „Perspektive„: „Die frühchristliche und mittelalterliche Malerei bediente sich fast ausschließlich der Bedeutungsperspektive, das heißt, die Größe der dargestellten Personen und Gegenstände wurde durch deren Bedeutung im Bild bestimmt, nicht durch ihre räumliche Anordnung. Räumliche Wirkung erzielte man fast ausschließlich durch die Kulissenwirkung, die eine Vordergrundebene vor einem Hintergrund unterschied.“

Das heißt: Man kannte die Perspektive, aber benutzte sie nicht. Was im antiken Rom schon praktiziert wurde, geriet in Vergessenheit und ist erst in der Renaissance „wiederentdeckt“ worden.

Man müsste die KI auffordern, Bilder ohne Perspektive zu erzeugen. Das würde lustig.

Troubador

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RAL 5010, vorher

RAL 5010RAL 5010
Ausstattung: ein mehr als zwei Jahrzehnte altes T-Shirt samt dazu passender Hose, mit allen möglichen Farben verschmiert. Bosch Akku-Schleifer UniversalSander 18V-10, Handschleifer, Uralt-Ohrenschutz, darunter (!) die genialen SHOKZ OpenFit True Wireless Earbuds, weil der Schleifer so laut ist, dass man die Musik nicht hören würde. Musik u.a. Jingo, Henry Herbert, Johan JB Blohm, Silvan Zingg Trio, Rachmaninoff, auch gespielt von Lang Lang.

Gestern war wieder RAL-5010-Tag. Man hat ja auch sonst nichts zu tun. Den Tag gab es schon 2022, 2021, 2019, 2016, 2014, 2012, 2011, 2009, 2008 (noch mit anderem Mobiliar).

Das Ergebnis sieht das Publikum morgen – die Farbe trocknet noch. Die Tür hinter mir mache ich auch gleich neu, aber in weiß.

Mir gelang es tatsächlich, gestern früh noch einen Akku samt Ladegerät für den Schwingschleifer zu erstehen. Da ich aber am Wochenende jeweils 12 Stunden arbeite, musste ich gestern auch noch vorkochen, da ich keine Lust habe, wenn ich um 3:50 Uhr aufgestanden bin, um 18 Uhr noch groß einzukaufen und zu brutzeln. Ich habe bis um 21 Uhr geschuftet und dann noch geduscht und konnte natürlich nicht bloggen, weil mir auch nichts mehr einfiel. Zwischendurch zog auch noch mein neuer Untermieter ein, einen Tag vorher als geplant. Also die übliche Hektik, wenn man mal drei Tage frei hat…

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Bustling Scene

Baumarkt
Describe a bustling scene at a home improvement store, where customers are navigating through aisles filled with tools, machinery, and supplies. The atmosphere is charged with a sense of urgency as people rush around, their expressions fraught with stress and determination. Shelves are lined with a plethora of products, from power tools to paint cans, as customers frantically scan for what they need. The sound of chatter mixes with the hum of machinery, creating a cacophony of activity. Despite the organized chaos, there’s an unmistakable tension in the air as individuals juggle decisions and deadlines, all while trying to navigate the labyrinthine layout of the store –ar 3:2 –s 750

Heute habe ich wieder kaum Zeit, obwohl ich an einem freien Tag schon vor sechs Uhr aufstehen musste. Sogar mein Avatar muss jetzt pausieren. Ich habe eine Odyssee durch Baumärkte hinter mir, die erst am zweiten Tag erfolgreich war, musste zwischendurch auf Anraten meiner Bank zur Polizei, um eine Anzeige wegen einer verdächtigen Abbuchung zu machen (die Bank hat alles zum Glück rückgängig machen können). Zwischendurch regnete es usw.. Ich musste auch zur Physiotherpie wegen eines Knieproblems (Überanstrengung), das weggefoltertgeknetet wurde. Das ganze Programm…

Heute früh um sechs habe ich meinen Untermieter nach Barcelona verabschiedet – buena suerte, compadre! Um acht hatte ich eine Stunde Hebräisch-Unterricht. Morgen kommt der nächste Untermieter, und ich müsste noch zwischendurch den Küchenfußboden und zwei Türen streichen, aber, was das hiesige fachkundige Publikum garantiert empfehlen wird, ersteren vorher per Schwingschleifer anrau(h)en, dass der Lack auch hält. Woher die Zeit nehmen?

Die Großbourgeoisie hatte mir gestern ein Gerät geliefert, bei dem ein wichtiges Teil fehlte – also zurückgeschickt und ab in den Baumarkt. Ich dachte zwischendurch an das HB-Männchen, das die hiesigen uralten Leser kennen werden.

Übrigens: Die Firma Bosch verkauft ganz im Sinne des profitorientierten Kapitalismus Maschinen, aber nicht automatisch die Akkus und die Ladegeräte dazu. Der Kunde soll mehrfach in die Tasche greifen, wenn dieser – so fahrlässig wie ich – das Klitzekleingedruckte übersieht. (Ich rätsele immer noch, warum in meinem doch recht großen Maschinenpark zwar Hobel, aber kein Schwingschleifer waren.)

[Ich höre gerade Gamazda aka Alexandra Kuznetsova. Es ist ein Genuss, auch weil man selbst des Klavierspielens nicht abhold ist. Die Dame bekommt bestimmt bald Einreise- und Konzertverbot im „freien Westen“. Russin!]

Ich empfehle einen Artikel in der Berliner Zeitung: „Mitarbeiter von ARD, ZDF und Deutschlandradio haben ein Manifest veröffentlicht. Sie fordern Vielfalt und wenden sich gegen Diffamierung von Andersdenkenden.“

Ich weiß nicht, warum dieses Manifest, um das geht, so geschwurbelt daherkommt, also hätte es ein Sprechblasenfacharbeiter der Politsekte „Die Linke“ verfasst.

Seit geraumer Zeit verzeichnen wir eine Eingrenzung des Debattenraums anstelle einer Erweiterung der Perspektive. Wir vermissen den Fokus auf unsere Kernaufgabe: Bürgern multiperspektivische Informationen anzubieten. Stattdessen verschwimmen Meinungsmache und Berichterstattung zusehends auf eine Art und Weise, die den Prinzipien eines seriösen Journalismus widerspricht. Nur sehr selten finden relevante inhaltliche Auseinandersetzungen mit konträren Meinungen statt.

„Eingrenzung des Debattenraums“ – was will mir der Sprachkünstler damit sagen? Das kommt gleich nach dem Verschieben des diskursiven Feldes. „Multiperspektivische Informationen“ – man holt sich alle Fakten von überall? Leider habe ich jetzt keine Lust, das in verständliches Deutsch zu übersetzen – das Traktat wäre bestimmt nur halb so lang.

Innere Pressefreiheit existiert derzeit nicht in den Redaktionen. Die Redakteure in den öffentlich-rechtlichen Medien sind zwar formal unabhängig, meist gibt es auch Redaktionsausschüsse, die über die journalistische Unabhängigkeit wachen sollten. In der Praxis aber orientieren sich die öffentlich-rechtlichen Medien am Meinungsspektrum der politisch-parlamentarischen Mehrheit.

Sagt es doch gleich: Die bürgerliche Presse wiederkäut nur die Sicht der herrschenden Klasse, die die Journalisten sind mehrheitlich opportunistische Katzbuckler mit einem beschränkten Klassenhorizont. Aber das darf man natürlich in den Anstalten nicht so sagen.

Die gute Nachricht: Ich habe mein tägliches Duolingo-Soll irgendwie zwischendurch auch noch geschafft. Und ich bekam heute morgen eine Flasche sehr guten chilenischen Piscos geschenkt (Gruss an den Trittbrettschreiber!), den mein Ex-Untermieter blasṕhemisch mit Cola trank, ich aber nicht. Es ist noch genug da, um mich auf die beiden 12-Stunden-Schichten am Wochenende mental vorzubereiten. (3.50 Uhr aufstehen!) Jetzt muss ich eh ins Bett, da ich gestern nur vier Stunden geschlafen habe.

Pisco

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Das doppelte Jaffa

Jaffa

Jeden Tag begrüßt mich Jaffa gleich doppelt. Ich könnte mir dazu noch die passenden Vibes reinziehen….

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Press the Word

blog

Upgedated: burks.de, German Privacy Fund, Recherchegruppe, Oasis of Lame Kaiila, Kargash, Kasra Fayeen, Voice of Gor, Gorean Forums. (Har har. Keine Links! Wen interessiert das schon?) Habe ich ein Blog vergessen?

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Noble Donor

noble donor
noble donor of money –ar 3:2 –chaos 100 –s 750

Vielen Dank an den edlen Spender A.N.!

noble donor

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Es und anderes

universität

Guten Morgen, Werktätige! Es ist 5:30 Uhr. Das Proletariat ist schon seit 3:50 Uhr wach.

Mir fiel gestern kein Aprilscherz ein, weil ich beim Studieren der Qualitätsmedien nicht mehr herausfand, ob etwas wahr war oder erfunden worden ist. Manche Dinge sind so absurd, dass ich das immer noch nicht mit Sicherheit weiß.

Die russische Propaganda (also automatisch voll gelogen) wies mich auf die Verehrer höherer Wesen in Wien hin: „Die Katholische Kirche in Österreich hat ein Abbild des Turiner Grabtuchs verkehrt herum als Teil eines Kunstwerks aufgehängt, also mit dem Kopf des gekreuzigten Jesus nach unten. (…) Das auf den Kopf gestellte Kreuz gilt üblicherweise als Symbol für die Ablehnung oder Verspottung des Christentums und wird etwa von Okkultisten und Satanisten verwendet.“

Sorry. War das ein Aprilscherz? Will mich die Erzdiözese Wien verdiözesen? Und rauchen die in den Anstalten jetzt zu viel Cannabis? Dann müsste man das mit der Freigabe noch einmal überdenken.

universität

Der bürgerlichen Presse Den Qualitätsmedien entnehme ich: „„Harry Potter“-Autorin J.K. Rowling postete eine Reihe von kritischen Posts auf X (vormals Twitter) und fügte hinzu: „Sollte das, was ich hier geschrieben habe, im Sinne des neuen Gesetzes als Vergehen gelten, freue ich mich darauf, festgenommen zu werden (…).“ Rowling behauptet, das biologische Geschlecht könne nicht geändert werden und bezeichnet Transfrauen stets als Männer.“

Auch hier bin ich ratlos. Soll ich jetzt einen Kathoey als Frau oder als Mann bezeichnen? Und sind Transen jetzt Pseudohermaphroditen oder noch etwas anderes? Ich blicke nicht mehr durch. Am besten, man nennt diese Wesen Es.

ivrit
Was man lernt, wenn man Hebräisch lernt…

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Well said, Lucy!

israel

Lucy Aharish ist eine der bekanntesten Fernsehmoderatorinnen in Israel und die allererste arabische muslimische Nachrichtensprecherin im Mainstream-Hebräischsprachigen israelischen Fernsehen.

In einer kleinen jüdischen Stadt in der Negev-Wüste Israels geboren und aufgewachsen, als eine der wenigen arabisch-muslimischen Familien, hat sie eine einzigartige Perspektive, um die Spaltungen in der israelischen Gesellschaft, die Komplexität der nationalen Identität des Landes und den Nahen Osten im Allgemeinen zu betrachten.

Lucy war schon lange eine lautstarke Kritikerin Ministerpräsident Benjamin Netanyahus und ist ebenso kritisch gegenüber ihren arabisch-israelischen Mitbürgern, insbesondere gegenüber der arabischen Gewalt und der arabischen Führung, die sie für ihre Duldung verantwortlich macht.

Eine Muslima und eine Zionistin; eine Araberin und eine Israelin. Kurz gesagt, Lucy Aharaish ist eine Ikone der Zerschlagung von Stereotypen.

Bari Weiss traf sich mit Lucy in Tel Aviv. Sie sprachen über das Massaker vom 7. Oktober und dessen Auswirkungen auf das Land und ihre Familie – ihr Ehemann zog innerhalb weniger Stunden nach Erhalt der Nachricht seine Uniform an und begab sich in den Süden, obwohl er bereits das Alter eines aktiven Reservisten überschritten hatte. Sie sprach auch über die Herausforderungen, mit denen sie als einziges arabisch-muslimisches Kind in einem traditionellen jüdischen Dorf aufwuchs, den terroristischen Angriff, den sie als Kind im Gazastreifen überlebte, und die Hoffnung, die sie für ihren muslimisch-jüdischen Sohn und die Zukunft des Landes hat, das sie ihre Heimat nennt. (Übersetzt mit ChatGPT, weil es schnell gehen sollte.)

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Unter Überforderten

polizei
„Describe the scenario where the German police and judiciary suffer from a shortage of personnel and are equipped with outdated gear, while they contend against criminals armed with state-of-the-art technology.“ Die KI hat keinen blassen Schimmer, was ich von ihr will…

– Polizei und Justiz haben viel zu wenig Personal und treten mit altertümlicher Ausrüstung gegen einen meist mit modernster Technik ausgestatteten Gegner an.

– Von den zu wenigen 425 Planstellen der Staatsanwaltschaft sind in Berlin aktuell noch weniger einsatzbereit, nämlich 345…

– Selbst schwere Verbrechen werden in Deutschland manchmal aus Überforderung der Behörden nicht mehr verfolgt und bestraft.

– Ermittler der Mordkommission müssen nicht selten beim Objektschutz aushelfen…

– Mehr als die Hälfte aller Straftäter in Deutschland werden ohnehin nie ermittelt, Tausende Haftbefehle werden nicht vollstreckt, aus Personalmangel und weil es im Knast keinen Platz mehr gibt. (Harald Martenstein, leider hinter Paywall)

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