Kurasov, Pinimenthol, Hopper und mehr

lazy

Sieh Lieber, was doch alles Schreibens Anfang und Ende ist, die Reproduktion der Welt um mich, durch die innere Welt, die alles packt, verbindet, neuschafft, knetet und in eigner Form, Manier, wieder hinstellt, das bleibt ewig Geheimnis, Gott sei Dank, das auch ich nicht offenbaren will den Gaffern und Schwätzern. (Johann Wolfgang von Goethe in einem Brief an Friedrich Heinrich Jacobi, 21. August 1774 – Diesen Satz trug Edward Hopper als Zettel immer bei sich).

Wenn ich auf eine Medikament „pflanzlich“ lese, schlägt mein Esoterik-Detektor vorsorglich an. „Tierische“ Medikamente gibt es sowieso nicht, außer vielleicht Blutegel. Was soll also dieser Hinweis?

Hier aber muss ich lobend Pinnimenthol erwähnen, welchselbiges mir der Hausarzt meines Vertrauens verschrieben hatte. (Ich bin immer noch krankgeschrieben.) Das Zeug hilft wirklich, obwohl bei Männerschnupfen bekanntlich gar nichts nützt. Ich habe fast keine Symptome. Dass ich eine Erkältung habe, merke ich nur morgens beim Aufwachen. Es riecht auch angenehm, wenn man sich die Brust damit einreibt und Schlafen legt. Man lernt doch doch nie aus.

Im Hintergrund sieht das Publikum mein neues Reserve-Schlafzimmer, das ich heute mit einem Bild meines Liebelingskünstlers Georgy Kurasov verziert habe. Ich könnte die ganze Bude vollhängen mit Edward Hopper (der bei mir auf einer Stufe mit Diego Velázquez steht) und Georgy Kurasov, aber an den Wänden ist jetzt kein Platz mehr, weil da auch noch zahllose Fotos aus Lateinamerika sind.

mondly
Einmal mit Profis E-Mailen…

And now for something completely different. Ich bin heute für mein Hebräisch-Lernen von Duolingo zu Mondly gewechselt. Der Vokabel-Trainer bei Duolingo für Ivrit ist deaktiviert, und niemand meldet sich bei Nachfragen. Die ersten Lektionen bei Mondly sind praxisorientiert und gefallen mir. Die Schrift und Lesen kann ich ja eh schon. Duolingo nutze ich weiterhin für Spanisch, Französisch (beides wiederhole ich nur) und Jiddisch.

And now for something completely different. Smotrich hat natürlich vollumfänglich recht.

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Kommentare

5 Kommentare zu “Kurasov, Pinimenthol, Hopper und mehr”

  1. RolandR am August 7th, 2024 8:41 pm

    Einfach mal unter Phytotherapie nachgucken. Pflanzliche Heilmittel sind mitnichten Schwurbelei, haben auch nichts mit Heilpraktikertum, Homöopathie und anderer Schwurbelei zu tun.
    Auch Naturheilkunde ist übrigens ein Zweig der ganz klassischen Medizin.

    Pflanzenheilmittel beziehen ihre Wirkstoffe eben aus den Pflanzen, werden nicht synthetisch gewonnen. Da gehören Tees dazu, könntest aber statt einer Aspirin auch Weidenrinde auskochen, Schlafmohn nehmen statt Morphin. LSD dürfte auch ein pflanzliches Mittel sein, da es aus dem Mutterkorn gewonnen wird.

  2. Godwin am August 7th, 2024 8:47 pm

    „als moralisch und gerechtfertigt bezeichnet“
    Merke:
    Moral war schon immer die Lieblingswaffe totalitärer Regime

  3. André Dreilich am August 8th, 2024 10:56 am

    Das klassische Ost-Gegenstück zu Pinimenthol dürfte das Universaleinschmierheilmittel Pulmotin sein. Allein der Nadelwaldgeruch führt dazu, dass ich nicht mehr zu husten wage.
    Meine Lieblingsheilpflanze ist übrigens simpler Weißkohl. Bei Entzündungen (insbesondere den berüchtigten Shin Splints) wirkt so ein aufgelegtes Blatt schmerzlindernd und entzündungshemmend – in Klassiker unter Langstreckenläufern.Dazu ein, zwei Blätter ablösen, die Rippen raussschneiden und die Blätter mit Fleischklopfer oder Nudelholz ein wenig quälen. Dann auflegen und mit einer Binde fixieren. Letzteres bitte gründlich. Wenn’s aufgeht und einem auf der Straße Binde und Kohl aus dem Hosenbein rutschen, erntet man seltsame Blicke.

  4. Juri Nello am August 8th, 2024 11:34 am

    Die Salbe hilft jedoch nicht gegen Corona.

  5. tom am August 9th, 2024 8:29 am

    Männerschnupfen gibt es nicht. Gemeint ist Männergrippe aka leichter Schnupfen.

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