Die tägliche Dosis [bitte selbst ausfüllen]

pottery
Vermutlich ein Online-Töpferkurs auf Instagram

– Без книги нет знания, без знания нет коммунизма. (Владимир Ильич Ленин)

Fox News (har har): „On Wednesday, the Pentagon finally admitted what was clear to serious intelligence analysts from the start: Ukraine has no military path to victory against Russia.“

Die Quelle ventiliert bekanntlich bestimmte Fraktionen der Republikaner. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die USA aufhören werden, den Krieg in der Ukraine weiter mit Waffen anzuheizen, selbst wenn DeSantis oder – was unwahrscheinlicher ist – Trump Präsident würde.

Der Ausschuss der herrschenden Klasse, der die Geschäfte der Bourgeoisie organisiert, müsste auf eben die hören: Die Profite der Waffenhersteller würden sinken. Die Kapitalisten in den USA sind sich aber nicht einig: Die eine Fraktion unterstützt die klassischen imperialistischen Kriegstreiber, zu denen Hillary Clinton gehörte. Das heißt: Überall, wie in der Vergangenheit, einmarschieren und das Wertvolle absahnen – Öl, andere Rohstoffe, usw.. Die andere Fraktion, die Isolationisten, zu denen auch Trump gehört, sehen auf die Kosten-Nutzen-Rechnung: Imperialismus per Militäreinsatz ist auf Dauer zu teuer und nicht immer erfolgreich (vgl. Libyen).

Deutschland kriecht der USA wie gewohnt in den Allerwertesten und vertritt keine eigene politische Position. Man könnte neutral bleiben, also weder den Russen noch den Ukrainern Waffen zukommen zu lassen. Aber das ist jenseits des moralingesättigten Denkhorizonts unserer Pseudojurist*[rülps]%&_Innen.

cat
Ein Foto, das die Bevölkerung nicht beunruhigt. Das Kindchenschema erfüllen auch viele japanische Models auf Instagram. Die limbischen Systeme der Konsumenten bemerken vermutlich den Unterschied gar nicht, außer der Tatsache, dass Katzen keine sichtbaren Titten haben.

– Apropos Iran:: Ich glaube nicht, dass die von unseren Qualitätsmedien hochgejubelte „Revolution“ Erfolg haben wird. Irgendwann werden die Proteste in sich zusammenfallen. Es fehlt die leninsche Kaderpartei, die entschlossen die Macht ergreift. Man bekommt den Eindruck, dass die hiesige Journaille auch über die Geschichte der „Linken“ in Persien nichts weiß. Die hat das islamistische Regime von Anfang an unterstützt. Mit diesem Verhalten ist sie genauso auf die Schnauze gefallen wie die KP Italiens.

Interessant, dass die Russen sich kritiklos auf die Seite des klerikalfaschistischen Regimes in Teheran geschlagen haben. „In den vergangenen Tagen wurde Iran von einer Terrorserie in mehreren Städten heimgesucht. Teheran warf dem Westen und Israel vor, einen Bürgerkrieg in dem Land schüren zu wollen. Der Tod einer 22-jährigen Iranerin löste eine Welle an Protesten aus, die in kurzer Zeit in Unruhen und Gewalt umschlugen. Der Westen versucht, durch eine hybride Kriegsführung den wachsenden Einfluss Irans in der Region einzudämmen. „Immerhin benennen sie die Motive der Kriegsparteien: „Bei der Kurden-Frage geht es nicht nur um die Bekämpfung der destabilisierenden Faktoren, es geht auch um die Gasförderungen in der autonomen Region Kurdistan. An dieser Stelle kreuzen sich die geopolitischen Interessen Irans und der Türkei.“

Huhn

– Bei Tieren, die man auch essen kann, frage ich immer: Was macht eigentlich Erdogan? Schon klar: Die Ukraine muss ungarisch bleiben. Vermutlich läuft er sich schon warm, wenn nach dem Krieg die Restukraine unter die Anrainern aufgeteilt wird.

– Kurze Durchsage zwischendurch: Geniale Idee, alle Fernseher mit manipulierten Fernbedienungen auszuschalten! Auch Haftstrafen [sic] für Festgeklebte sind schön und zu begrüßen.

japanerin
So kann man die Welt aushalten – ich wünschte, ich säße ihr gegenüber.

– Wirtschaft: Fefe wies darauf hin, dass die deutsche Bourgeoisie, die sich bei den Grünen heimisch fühlt, die Abhängigkeit von China mindern möchte. Das ist ja zum Totlachen. Wir Maoisten Marxisten nannten früher Leute, die die Welt nach ihrem Wünschen und Wollen einrichten wollten, Voluntaristen.

Nehmen wir seltene Erden, über die ich hier schon geschrieben habe. Die liegen, wie es die Evolution wollte, meistens in China und nicht in der Eifel. Kann man nichts machen. Nur kaufen.

„Laut Analysen des US Geological Survey schlummern im chinesischen Erdboden rund 44 Millionen REO-Tonnen (REO = Rare-Earth-Oxides). Der zweitgrößte Vorrat befindet sich in Vietnam, ist aber nach Schätzungen der Geologen mit 22 Millionen REO-Tonnen nur halb so groß wie der Chinas. Ebenfalls mehr als 20 Millionen Tonnen sollen unter der russischen und brasilianischen Erde verborgen liegen.“ Wir können nur eine stärkere Zusammenarbeite der deutschen Regierung mit Brasilien vorhersagen. Der Rest ist heiße Luft.

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Eine Katze, über einen antisemitischen Antisemitismus-Beauftragten nachdenkend…

– Ich halte für Musk. Die Qualitätsmedien sind natürlich für Zensur, vor allem die taz und der Tagesspiegel, die schon in ihrer Berichterstattung klar suggerieren, dass Twitter mehr Beiträge, die irgendwem nicht passen, löschen müsste. Auch die Pseudolinken unterstützen Zensur. Deutsch bleibt eben Deutsch, da helfen keine Pillen.

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– And now for something completely different. Ich merke, wie das Lernen der Zukunft (auch) aussehen könnte. Man muss Kurzvideo können. Ich lerne selbst auch so. Nicht nur, aber immer öfter. Man behält einfach besser, was man sowohl schriftlich, per Video und per Ton rezipiert. Nur Text ist anstrengend, und ich habe sowieso nie Zeit. Eine Stunde pro Woche lerne ich Ivrit per Videokonferenz mit meinem Lehrer, mit dem ich sehr zufrieden bin und den ich empfehlen kann. Aber manchmal komme ich zu den Hausaufgaben nur kurz vor dem Unterreicht, weil ich nicht immer vor einem Rechner sitze und ein pdf von mehr als 500 Seiten studieren möchte. Dazu braucht man Konzentration.

Ich habe mir die App Duolingo besorgt, weil jemand, der Deutsch lernt, mir sagte, das wäre die beste Methode. Jeden Tag 15 Minuten, und die Sache ist recht spielerisch und lustig. (Nur die Buchstaben sind recht klein, und man sieht die Vokalzeichen nicht.) Das klassische Vokabel lernen ist vermutlich out und auch pädagogisch nicht mehr üblich.

Ich muss mich auch intrinsisch motivieren, da ich gerade über keine israelische Geisha verfüge. Es macht Spaß zu entziffern, was spärlich bekleidete Models so in ihre Social-Media-Profile texten. Der Inhalt ist wurscht, aber wenn der Zeichensalat, der mir zu Beginn wie Sumerisch-Sanskrit vorkam, sich allmählich in Lesbares verwandelt, kriegt man (oder ich) gute Laune.

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Ich erkenne noch nicht alle Buchstaben, aber einige Wörter kann ich schon lesen.

Manchmal überfliege ich auch, weil ich unterhalten werden will und da das Colosseum nicht mehr in Betrieb ist, ausgewählte „Alternativmedien“ auch um zu wissen, was dort abgeht. Ich hatte die Nachdenkseiten hier einige Male zitiert und auch bemängelt, dass deren Sichtweise der Ökonomie doch eher die Uraltklamotte vom raffenden und schaffenden Kapital wiederkäut. Aber in jüngster Zeit publizieren die offen antisemitische Positionen, die sich hinter „Israelkritik“ verstecken. Man beruft sich auf das Pack von Amnestie International, das von einem „Apartheidregime“ faselt und scheint Gefallen an der Idee zu finden, dass Israel seine Atomwaffen abrüsten müsse. Natürlich fehlt auch nicht der Begriff Besetzung. Warum nicht gleich um Geldspenden an die Hamas bitten? Das sollte man auch Oskar Lafontaine fragen, die für die „Nachdenkseiten“ schreibt.

Noch ekelhafter ist aber ein Artikel aus der Feder von Norman Paech („seit 2007 Mitglied Partei Die LINKE. Als MdB von 2005 bis 2009 war er Außenpolitischer Sprecher der LINKEN“). „An Berichten über die Situation der Menschenrechte in den von Israel besetzten Gebieten Palästinas“ – dann lese ich normalerweise gar nicht weiter. Natürlich darf man Menschenrechtsverletzungen kritisieren, aber man sollte sich nicht auf einen vermeintlichen Konsens berufen, es gäbe ein „palästinensisches Volk“ oder Israel habe etwas „besetzt“. Wer so etwas sagt, kriegte von mir im Geschichtsunterricht etwas hinter die Löffel eine Sechs.

„Die täglichen Meldungen aus den besetzten Gebieten könnten eine Vielzahl weiterer Beispiele rechtswidriger Gewalt und Aggression hinzufügen, die alle nur den Befund des Berichts unterstreichen, dass es sich um ein „vorsätzlich habgieriges, die Rassentrennung förderndes, repressives Regime“ („intentionally acquisitive, segregationist and repressive regime“, VI, S. 21) handelt, mit dem einzigen Ziel, dem palästinensischen Volk den Gebrauch seines Rechts auf Selbstbestimmung zu verhindern.“

Wer sich so etwas zu eigen macht, den nenne ich einen offenen Antisemiten und völkischen Spinner gleich dazu. Dahinter steht die Idee, die Juden ins Meer zu treiben, was keine neue Forderung ist. Und kein Wort über den Terror der Araber gegen Israel! Keine Wort über das korrupte Regime der Terroristen in Gaza! Der Führer hatte seine Freude daran.

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Ich muss kurz auf das Foto gucken, um mich wieder abzuregen.